Martin Knörzer, Violoncello

Business02_9x12 pngDie Verbindung von Musik und Sprache und wie sich beide bedingen und ineinander enthalten sind – dies ist ein Thema, für das sich Martin Knörzer schon lange interessiert. So studiert der gebürtige Mannheimer, nachdem er sowohl ein Diplom- als auch ein Masterstudium Violoncello jeweils mit Bestnote absolviert hat, nun im Masterstudium Barockcello, ein Studium, in dem die vom Gesang herrührende Sprachlichkeit der Musik, ihre Grammatik aber auch ihre Poesie aufs Instrument übertragen wird.

Martin Knörzer begann in jungen Jahren zunächst mit dem Klavierspiel, bevor er sich außerdem dem Cello zuwandte. Als Jungstudent lernte er bei Prof. Matias de Oliveira Pinto an der Universität der Künste Berlin, fürs Diplom begab er sich anschließend nach Detmold, um dort von dem gebürtigen Brasilianer und Navarra-Schüler Prof. Marcio Carneiro Unterricht zu erhalten. Nach Erlangen seines Diploms im Jahre 2011 zog es ihn dann nach Weimar, wo er an der dortigen Musikhochschule bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt bis 2013 sein Masterstudium mit Schwerpunkt Kammermusik absolvierte und aktuell Konzertexamen studiert.

Immer auf der Suche nach neuen Eindrücken und Inspirationen nahm Martin Knörzer an zahlreichen Meisterkursen teil – Wolfgang Boettcher, András Schiff, François Guye, Lluis Claret, aber auch Peter Bruns und Olaf Reimers inspirierten ihn im besonderen Maße. Geprägt wurde er außerdem durch seine Leidenschaft für Literatur und das Erlernen von Sprachen – für ihn ein Mittel, in andere Kulturen wirklich einzutauchen und aus ihnen weitere Inspirationen zu schöpfen.

Seit April 2014 ist Martin Knörzer Cellist des ORBIS Quartetts, mit welchem er sowohl beim Artemis Quartett als auch beim Hagen Quartett Unterricht erhält. Die intensive Arbeit des Quartettes wurde bereits 2014 durch einen 2. Preis beim internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach und 2015 durch den 1. Preis beim internationalen Beethoven- Wettbewerb in Polen gekrönt. Das ORBIS Quartett ist außerdem Aspirant der von Hatto Beyerle, dem ehemaligen Bratscher des Alban Berg Quartetts, ins Leben gerufenen European Chamber Music Academy.