Meike-Lu Schneider, Violine

meike_4530_se KopieMusik als Sprache und Mittel der Kommunikation, die Grenzen zwischen den Welten aufbrechen kann, sowie der kulturelle Austausch durch die Musik faszinieren Meike-Lu Schneider und waren eine treibende Kraft, sich intensiv mit Musik und der Geige auseinanderzusetzen.

So begann sie – zunächst als Jungstudentin an der Musikhochschule Mannheim bei Frau Mechthild Böckheler – ihr Hauptstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Frau Prof. Anke Dill, wo sie ihr Diplom mit 1,0 abschloss. Als Stipendiatin des Baden-Württemberg-Stipendiums absolvierte sie außerdem ein einjähriges Auslandsstudium bei Prof. Isaac Malkin, Enrico di Cecco (New York Philharmonics) und den Mitgliedern des „American String Quartet“ an der Manhattan School of Music/New York.

Meike-Lu war Bundespreisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, Mitglied des Landes- und Bundesjugendorchesters, Stipendiatin der Gerd-Volker-Dill-Stiftung und der Stiftung „Podium Junger Musiker“.

Aus ihrer Leidenschaft für das Zusammenspiel mit anderen Musikern heraus entstand 2007 das Klavierquartett „Quartett Solitude“, mit dem sie auf Kammermusikfestivals und in zahlreichen anderen Konzerten auftrat. Daneben wirkte sie in verschiedenen kammermusikalischen Formationen mit und gab u.a. Konzerte mit Jean-Guihen Queyras, Anke Dill, Andra Darzins, Paul Peshty und Olivier Marron. Weitere musikalische Impulse bekam sie von Igor Ozim, Shmuel Ashkenasi, dem Vogler Quartett, Florian Wiek, Conradin Brotbek und Patrick Jüdt.

Eine Akademie-Stelle im Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin führte sie im Jahr 2011 nach Berlin. Weitere Orchestererfahrung konnte sie als regelmäßige Aushilfe im Württembergischen Kammerorchester, dem Münchner Rundfunkorchester u.a. sammeln.

Neben der klassischen Musik begeistert sich Meike-Lu für diverse andere Musikrichtungen und ist im Jazz- und Popbereich aktiv. So war sie seit 2008 festes Mitglied der Formation „Horo – The Eastern Jazz Ensemble“. Gefördert durch das Goethe-Institut folgten eine Tour nach Israel, Palästina und Jordanien sowie Konzerte auf Jazzfestivals wie den Stuttgarter „Jazz-Open“ „Jazz In Town Ravensburg“, „Open-Ohr-Festival“ Mainz, „Bayerisches Jazzweekend“ Regensburg. Zudem wirkte sie bei Konzerten und Aufnahmen für Filmmusiken in verschiedenen Bands mit, u.a. beim Dokumentarfilm „Von einem der auszog – Wim Wenders frühe Jahre“, bei „DOTA – die Kleingeldprinzessin“, „SEA & AIR“, „L’aupaire“ und anderen Bands.

Meike-Lu Schneider ist Mitbegründerin des ORBIS Quartetts, welches 2014 ins Leben gerufen wurde und vom Hagen Quartett in Salzburg sowie vom Artemis Quartett gefördert wird. Noch im selben Jahr folgte ein 2. Preis beim Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach und 2015 ein 1. Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb in Polen. Desweiteren gehört das Quartett zu den Aspiranten der von Hatto Beyerle ins Leben gerufenen Stiftung „ECMA“ (European Chamber Music Academy).