©Zuzanna Specjal

Presse

Tagesspiegel, Berlin

„(…)Das Streichquartett in c-Moll, op. 18 Nr. 4 stellt gleich zu Beginn das Können der Streicher eindrucksvoll zur Schau. Auch in Schostakowitschs Streichquartett Nr. 3 op. 73 in F-Dur zeigt das Orbis Quartett im Wechsel der technisch anspruchsvollen und der Pianissimo-Passagen seine Variabilität – auch wenn ihnen im Scheinwerferlicht bei ohnehin schon sommerlichen Temperaturen besonders das Allegro non troppo den Schweiß auf die Stirn treibt. Dass Felix Thiemann am Cello erst vor wenigen Wochen zum 2014 gegründeten Quartett stieß, ist zu keinem Zeitpunkt zu spüren. Im Gegenteil: Er wird mit Sonderapplaus bedacht.

Zum Abschluss bietet das Quartett in a-Moll, op. 13 Nr. 2 von Mendelssohn allen Vieren die Möglichkeit, in Solopassagen individuelle Klasse zu demonstrieren. Vor dem eröffnenden Allegretto überrascht Hussla das Publikum gar mit einer Gesangseinlage. In der Zugabe zeigt das Ensemble seine imposante stilistische Bandbreite und spielt ein Medley aus einem arabischen Liebeslied und einer Swing-Version des Italo-Klassikers „Tu vuò fà l’americano“ von Renato Carosone. Beeindruckend locker, beeindruckend unterhaltsam.“

Jakob Wittmann, 23.6.2019

https://www.tagesspiegel.de/kultur/sommerkonzerte-auf-citytour-unter-der-diskokugel/24484914.html

Tiroler Tageszeitung: Belebend wie ein doppelter Espresso:

„Beim 2014 gegründeten Berliner Orbis Quartett in der Besetzung Tilman Hussla und Meike-Lu Schneider (Violine), Kundri Lu Emma Schäfer (Viola) sowie Felix Thiemann am Violoncello haben sich vier begnadete Musiker gefunden. Dass Orbis auch „standhaft“ sind, zeigten sie am Dienstag bei ihrem ersten Auftritt in Tirol im Rahmen der Festspiele Erl.

Spielen im Stehen, lediglich ein Hocker für den Cellisten, ist zwar nicht neu, auch das Emerson String Quartet bevorzugte diese Musizierweise bis ins hohe Alter, aber es bietet definitiv mehr Bewegungsfreiheit. Diese muss nicht unbedingt mit Qualität einhergehen. Im Falle von Orbis tut sie es allerdings.

Dmitri Schostakowitschs Streichquartett Nr. 3, F-Dur, op. 173 ist im Gegensatz zu seinen Sinfonien kein Balanceakt zwischen politischer Anpassung und Widerstand, sondern purer Ausdruck seelischer Empfindungen, eine impulsive, bestürzend avancierte Klangsprache.

An instrumentaler Virtuosität besteht kein Mangel. Die Rasanz, mit der Orbis Schostakowitschs musikalische Wutausbrüche angehen, ist atemberaubend, ebenso wie das nuancenreiche Spiel mit den schillernden Klangfarben. Den Sinn für die subtilen Zwischentöne, hinter deren Heiterkeit sich Abgründe auftun, in feinster Detailarbeit vernimmt man ihn.

Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett a-Moll, op. 13, ein genialer Wurf des noch blutjungen Komponisten, folgt nach der Pause. Schmalzige Anwandlung mitnichten, die innige Wärme, sie bleibt dennoch spürbar. Orbis gelingt eine von musikalischem Sinn erfüllte Lösung: Das romantische Versprechen wird eingelöst, betörend schön. Herb akzentuierend hört man aber auch die vehementen Kontraste dieser leidenschaftlichen Beethoven-Huldigung.

Stimmfest zeigten sich Orbis mit zwei Zugaben, darunter ein italienischer Evergreen, belebend wie ein doppelter Espresso.“

Hauser, 2019: https://www.tt.com/kultur/musik/15839464/berliner-orbis-quartett-in-erl-belebend-wie-ein-doppelter-espresso

OVB ONLINE (Oberbayerisches Volksblatt):

„Selten besitzt ein Kammermusikensemble ein so hohes musikalisches Niveau und ist zugleich so vielseitig wie das Orbis Quartett aus Berlin.(…)

Das witzig pointierte Moderato con moto, aber auch das Rondo, in dem ein preußischer Parademarsch parodiert wird, spielte das Orbis Quartett mit jugendlicher Frische, Leidenschaft und Präzision.

Die abrupten Modulationen und scharfe Harmonik der Sätze faszinierten das Publikum derart, dass mancher schon mit Applaus dankte, obwohl das Werk noch gar nicht zu Ende war. Auf ein ausdrucksstarkes Adagio, eine Hommage an die Verstorbenen des Krieges, folgte zum Schluss noch einmal ein gleichsam ins Visionäre gesteigertes, von den Musikern brillant gespieltes Finale.

Dass Felix Mendelssohn Bartholdy sein Streichquartett in a-Moll op. 13 im zarten Alter von nur 18 Jahren geschrieben hat, ist kaum zu glauben. Als er das Werk komponierte, sei Mendelssohn verliebt gewesen, erklärte Tilman Hussla dem Publikum. Seine gesanglichen Qualitäten demonstrierte der erste Geiger überraschend in dem Liebeslied „Frage“, das von den drei Streichern klangschön begleitet wurde. Das Orbis Quartett interpretierte das op. 13 mit konzentrierter Hingabe und berückender Ausdruckskraft. Der an Beethovens Harfenquartett angelehnte ruhige Beginn, das figurenreichen Allegro vivace, das Adagio non lento und schließlich das mitreißende Presto waren ein Hörgenuss ohnegleichen.

Seine sympathische Vielseitigkeit zeigte das Orbis Quartett in den Zugaben. Ein arabisches Liebeslied, dessen rhythmische Melodik zum Mitwippen im Takt animierte, und ein eingängiger Italo-Klassiker wurden vom Publikum noch einmal begeistert und anhaltend beklatscht.“

https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/vielseitigkeit-hohem-niveau-tiroler-festspielen-12820547.html
General Anzeiger, Bonn:

„RHEINBREITBACH. Vier junge Musiker aus Berlin präsentierten in Rheinbreitbach ein ungewöhnliches Konzert: Sie spielten nicht nur mit Instrumenten, sondern auch mit ihren Stimmen. Für das ungewohnte Hörvergnügen ernteten sie begeisterten Applaus. (…) Die ungewöhnliche Präsentation der vier Berliner Musiker kam – entgegen der leisen Befürchtung von Ruyters – beim Publikum sehr gut an. Es spendete begeisterten Applaus. Und entließ das Orbis-Quartett nicht ohne Zugabe, wobei die Streicher auch als Sänger überzeugten, sowohl bei ihrem arabischen Liebeslied, als auch beim Queen-Beatles-Medley, das sie mit Paul McCartneys „Eleanor Rigby“ beschlossen.“

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/kreis-neuwied/Orbis-Streichquartett-fasziniert-Publikum-in-Rheinbreitbach-article3838884.html

Süd West Presse

„Ihre Musik strahlt in einer außerordentlichen Transparenz und Aussagekraft, ja, man spürt hinter den jungen Musikern einen kaum gezügelten Drang, das Wesen der von ihnen gespielten Werke dem Zuhörer erlebbar zu machen. Das äußert sich nicht nur in einer eindrucksvollen Interpretation bekannter klassischer Werke, sondern in einer offenkundigen Experimentierfreude mit unterschiedlichsten Genres der Musik. So verwundert es kaum, dass sie ihr Programm in der Zehntscheuer am Sonntagabend aus Werken von Beethoven und Mendelssohn Bartholdy, sowie der in Deutschland lebenden, aserbaidschanischen Komponistin Franghiz Ali-Zadseh zusammenstellten.“

https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb/leidenschaft-und-dramatik-pur-24727686.html

Nachrichten.at

„Das Berliner Orbis Quartett begeisterte mit einem unverblümten Zugang zu Werken von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. (…)
Beim Orbis Quartett stehen keine Sessel und Pulte auf dem Podium, sondern bloß ein Hocker für den Cellisten. Man spielt auswendig und integriert den Körper und seine Gestik in die Klangrede. Das funktionierte perfekt bei Haydns augenzwinkerndem Es-Dur-Quartett op. 33/2, das mit den geschickt verbauten Späßen ideal auf das Orbis Quartett zugeschnitten ist, und das diese Musik auch so interpretiert, wie es 1781 üblich war – denn Musiker hatten vor den meist adeligen Hörern zu stehen. Auch Beethovens kürzestes und dunkelstes Streichquartett, jenes in f-Moll op. 95, geriet in seiner differenzierten Emotionalität sehr überzeugend. (…) Erfreulich, dass die Damen und Herren des Orbis Quartetts auch mit ihrer Kehle begeistern können: Ein vokal-instrumentales Queen-Medley ließ den Abend unbeschwert ausklingen.“ 

Nachrichten.at.

 

 

Gästebuch:

„Am überzeugendsten an diesem Abend war das Streichquartett in d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Peter Schubert – gespielt von dem Ensemble Ecatuor (jetzt Orbis Quartett). Der erste Geiger Tilman Hussla faszinierte mit süßem Ton, Ausdruck und Intensität. Das Zusammenspiel war perfekt, denn die Musiker agierten liebevoll, sehr aufmerksam und jedes Solo kam zur Geltung.”

Andreas Rosema, 28.1.2015

„Virtuos und mit Hingabe zur Musik wurde dieser Abend gestaltet. Nicht nur, dass die romantischen Werke schon genügend Überzeugungskraft hatten, brachten die Zugaben mit eigenen Bearbeitungen aus dem Bereich der sogenannten U-Musik (mit Gesang) das Fass zum Überlaufen und das Publikum wollte gar nicht mit dem Applaudieren aufhören. Unbedingt merken“ 

Two Tickets.de,

„Das Orbis Quartett besteht aus 4 Jungen Musikern, die hervorragend miteinander harmonieren und eine überraschend frische und hochklassige Darbietung zeigten. Der erste Teil mit vorwiegend Beethoven überzeugte uns schon voll und Schuberts leidenschaftliches Tod und das Mädchen im zweiten Teil übertraf diesen nochmal. Als Zugaben wurden Queen und Beatles Songs ganz eigenen Versionen mit dargeboten (klingt vielleicht unpassend, passte aber super).
Ein perfekt eingespieltes Quartett hat uns einen wunderbaren Abend bereitet und wurde völlig zurecht mit stehenden Ovationen verabschiedet.“

Two Tickets.de,

Dieser Beitrag hat einen Kommentar.

  1. Liebe Kundri,
    Ich wünsche Dir viel Erfolg ‚(für Dich und das ORBIS Quartet) und eine gutes neues Jahr 2017.
    Ich würde Mich freuen, wenn ich erfahren kann, wenn Sie in der Nâhe von Bayreuth „perform“….en
    Beste Wünsche
    Psyphae

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