Tilman Hussla, Violine

_DSC0273Tilman Hussla wurde in eine Berliner Musikfamilie hineingeboren und bekam daher schon früh die Möglichkeit sich mit dem Geigen- und Klavierspiel zu beschäftigen. Zunächst in der Suzuki-Methode durch Prof. Hartmut Klenner angeleitet, wechselte er mit sechs Jahren zur ungarisch-schweizerischen Geigenpädagogin Annemarie Brunner-Vince, bei der er sieben Jahre lang die Grundlagen des Violinspiels erwarb. Mehrmals gewann er in diesem Zeitraum erste Preise auf Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

Als Jugendlicher wurde er Jungstudent am Julius-Stern-Institut der Berliner Universität der Künste bei Prof. Tomasz Tomaszewski und erhielt gleichzeitig Unterricht im Klavierspiel und in der Tonsatzlehre. Außerdem konnte er erste Orchestererfahrungen als Konzertmeister verschiedener Jugendorchester wie zum Beispiel dem Landesjugendorchester Berlin sammeln.

Mit siebzehn Jahren nahm Prof. Nora Chastain ihn in ihre Klasse an der Musikhochschule Lübeck auf. Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste er aber dann mehrere Jahre mit dem Geigenspiel aussetzen, in die dann ein Studium der Humanmedizin an der Berliner Charité fielen. Erst durch die Begegnung mit einem berühmten chinesischen Qi-Gong-Meister und die darauffolgende Qi-Gong-Praxis wurden das Geigenspiel und später auch das Musikstudium wieder ermöglicht. Dieses wurde nun an der Berliner Universität der Künste zunächst bei Prof. Raphael Oleg und später dann bei Rainer Sonne (Konzertmeister der Berliner Philharmoniker) fortgesetzt. Zeitgleich absolvierte er eine Ausbildung zum Qi-Gong-Lehrer bei verschiedenen chinesischen Qi-Gong-Meistern. Nach dem Diplom mit der Bestnote im Hauptfach Violine folgte das Konzertexamen bei Prof. Bernhard Hartog.

Um sich dem möglichen Beruf des Orchestermusikers anzunähern nahm er zunächst eine Aushilfsstelle in den 1. Violinen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin an. Es folgten eine Orchesterakademie beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und mehrere Engagements als Konzertmeister verschiedener Kammerorchester wie beispielsweise der Berliner Kammerakademie.

2014 wurde das Orbis Quartett, zunächst noch unter dem Namen Ensemble Ecatuor, gegründet, mit dem Tilman Hussla gleich im Sommer desselben Jahres einen 2. Preis beim internationalen, österreichischen Johannes-Brahms-Wettbewerb gewinnen konnte. Kurz darauf nahm er mit dem Quartett ein Kammermusikstudium am Salzburger Mozarteum bei Prof. Rainer Schmidt vom Hagen Quartett auf. Beim internationalen Beethoven-Kammermusik-Wettbewerb in Polen konnte er 2015 mit dem Orbis Quartett einen 1. Preis erringen.

Foto: Brahms Wettbewerb